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Jahrestagung vom 28. September 2007

Schinznach-Dorf war dieses Jahr Schauplatz der traditionellen Jahrestagung des Netzwerkes der Selbstständigerwerbenden alinet.ch. Unter dem Motto "Genuss-Strasse im Dreiklangland - Produktentwicklung mit Landschaftsinhalt" sollte am Beispiel der Vermarktung regionaler Spezialitäten die Tätigkeit des privaten Beratungsbüros Agrofutura im Bereich Regionalentwicklung vorgestellt werden. Dr. Josef Schmidlin eröffnete den Reigen mit der Präsentation von regionalen Aktivitäten im Spezialitäten-Bereich. Sein Geschäftspartner Dr. Daniel Schaffner äusserte sich zum Thema Regionalentwicklung, unter anderem zum Projekt Jurapark (s. Kasten). Ruedi Kohler vom Steinachhof erläuterte sein Betriebskonzept mit der Produktion von Edelbränden vom Hochstamm als wichtiges Standbein. Dabei durfte selbstverständlich die Degustation am Ende der Tagung, mit dem währschaften Zvieri, nicht fehlen. Dass gesunde und schmackhafte Pflanzenöle auf eine ausgefeilte Technologie angewiesen sind, zeigte Werner Fricker. Mit dem aus regionalen Köstlichkeiten zusammengestellten Alinet-Geniesser-Menu wurde im Restaurant Hirzen die Probe auf's Exempel gemacht. Dieter Keist, als Genuss-Strassenwirt, nahm dabei zur Zusammenarbeit Gastronomen-Landwirte Stellung. Beeindruckend für die Anwesenden war vor allem die Tatsache, wie ein im Verhältnis zu den staatlichen Organisationen relativ kleines Team erstaunlich viel in Bewegung setzen kann, und das sowohl im eng umgrenzten regionalen, als auch - mit dem sehr ambitiösen Projekt "Burgrain Bio-Plus" - im nationalen Bereich. Wie gewohnt, fanden sich nicht nur Netzwerker ein, sondern auch andere Fachleute aus der Verwaltung und Privatwirtschaft. Die aufgelegte Dokumentation anderer Beratungsbüros ermöglichten ihnen einen Überblick über das vielfältige Angebot der Spezialisten von alinet.ch. Ziel der Tagung war ja nicht nur die Information zum Tagungsthema, sondern neben dem Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern auch die Knüpfung von Kontakten mit potentiellen Auftraggebern. Für die begeisterten Teilnehmer, Mitglieder und Nicht-Mitglieder, war die Tagung ein voller Erfolg und beim Abschiednehmen hiess es "Auf Wiedersehen nächstes Jahr".

 

Als Beispiel eines von Agrofutura betreuten Projektes im Bereich Regionalentwicklung kann der Jurapark hervorgehoben werden. Mindestens zehn regionale Naturparks sieht der Bund vor. Neben den Alpen und Voralpen hat auch das Mittelgebirge zwischen Aare und Rhein als grüne Lunge zwischen den Grossagglomerationen Zürich und Basel viele Besonderheiten von nationaler Bedeutung vorzuweisen. Für die Bevölkerung kann ein regionaler Naturpark Identität stiften. Er ermöglicht Gestaltung, Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes ohne Schaffung neuer Zonenvorschriften. Er begünstigt politische Aktionen und Vorstösse, z.B. für intakte Dorfstrukturen mit Post, Gasthof und Primarschule. Durch die geringen Distanzen von Basel und Zürich ist der Jurapark der ideale Rahmen für die Förderung eines naturnahen und sanften Tagestourismus. Regionalisierung als Gegengewicht zur Globalisierung. Die Machbarkeitsstudie für diesen regionalen Naturpark wird nun den Gemeinden vorgestellt. Erste Stellungnahmen sind positiv.